
Psychologische Beratung
Trauerbegleitung
Der Verlust eines geliebten Menschen
Wenn man einen nahestehenden Menschen verloren hat, kann es sehr schwierig sein, alleine damit fertig zu werden. Auch die Hilfe von Freunden und Bekannten kann man manchmal nicht mehr ohne schlechtes Gewissen annehmen. Mit der Zeit entsteht das Gefühl, andere Menschen nicht noch mehr mit der eigenen Trauer belasten zu dürfen. Oder man bekommt den Eindruck, dass die Umwelt allmählich und mit mehr oder weniger Druck wieder zum Alltag übergehen möchte und man selbst unfähig ist, diesen Schritt zu vollziehen.
Das Gespräch mit einer unabhängigen Fachperson kann hier hilfreich sein, weil man seine Trauer zeigen kann, ohne sich verstellen zu müssen. Auch kann man über Dinge sprechen, die zu persönlich oder zu schmerzhaft sind, um andere damit belasten zu wollen.
Komplizierte Trauer
Die Verarbeitung der Trauer um einen Menschen wird um so schwieriger, je mehr weitere Gefühle wie z.B. Schuldgefühle oder Gefühle der Wut daran beteiligt sind. Dann fällt das sogenannte 'Loslassen' sehr schwer, und es kann sein, dass man jahrelang nicht alleine aus einer tiefen Trauer herausfinden kann. Dies nennt man in der Fachsprache eine komplizierte Trauer.
Symptome sind z.B.:
lange dauernde Trauerzeit, die immer noch so akut schmerzhaft ist wie zu Beginn.
Ständig wiederkehrende, belastende Gedanken an die verstorbene Person.
Unmöglichkeit, Dinge des geliebten Menschen wegzuräumen, die Wohnung wird wie zu einem Altar.
Vermeidung bestimmter Orte oder Themen, die mit der verstorbenen Person zu tun haben.
Sozialer Rückzug, d.h. weniger Kontakt als früher mit Familie, Freunden und Bekannten.
Hier ist es sehr angezeigt, sich an eine Fachperson zu wenden, um Wege zu finden, aus dieser Trauer schrittweise wieder ins Leben zu finden, da dies meistens alleine nicht gelingt.