Psychotherapie, Verhaltenstherapie

Allgemeines
 
 

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Methode, psychisches Leiden mit den Mitteln der Psychologie zu behandeln. Im Zentrum steht das Gespräch zwischen Psychotherapeut und Klient. Der Klient formuliert mehr oder weniger genau seine Beschwerden und seine Symptome. Ziel der Psychotherapie ist es, diese belastenden Symptome zum Verschwinden zu bringen oder wenigstens zu mildern.

In der Psychotherapie gibt es mittlerweile eine Reihe etablierter und anerkannter Methoden. Zum Teil sind sie auf bestimmte Formen psychischen Leidens spezialisiert, zum Teil konkurrenzieren sie sich untereinander ganz direkt. Dieser Umstand macht es für den Ratsuchenden oft schwierig, ohne Anleitung die für seinen Fall effizienteste Methode zu finden.

 

Wie finde ich einen Psychotherapeuten? 

Ein wichtiges Kriterium für die Wahl eines Psychotherapeuten ist, dass dieser - welcher Methodik er selbst auch immer verpflichtet ist - über ausreichende Grundkenntnisse der jeweils anderen Methoden verfügt, sodass er Sie auch gezielt weiterweisen kann, sollte er zum Schluss kommen, dass Ihnen mit einer anderen Methode besser gedient ist. Skepsis ist angezeigt, wenn diese Bereitschaft fehlt, oder wenn ein Psychotherapeut geltend macht, alle Methoden gleichermassen in ausreichendem Masse zu beherrschen. Dafür sind mittlerweile Ausbildungsdauer und Erfahrungsbedarf bei jeder Richtung bei weitem zu umfangreich geworden.

Als Wegweiser mögen folgende Kriterien dienen. Einige gelten für alle anerkannten Therapiemethoden; am schärfsten formuliert und durch den Patienten am einfachsten nachprüfbar sind die Leitlinien der Verhaltenstherapie, die auch in der Praxis Dr. Esther Huser zur Anwendung kommen:

 

Fachliche Qualifikation

► Transparenz
Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten werden mit dem Patienten ausführlich und lückenlos besprochen. Der Patient weiss zu jedem Zeitpunkt der Therapie, welche psychologischen Mittel der Therapeut in der aktuellen Phase einsetzt und welches ihr Sinn ist.

Zielorientierung
Der Therapeut formuliert zusammen mit dem Klienten Ziele, die man gemeinsam in der Therapie erreichen möchte. Der Klient ist damit in die Lage, die Therapie hinsichtlich Qualität und in ihrer zeitlichen Abfolge einschätzen zu können.

Wissenschaftliche Orientierung
Die therapeutischen Mittel, die vom Therapeuten eingesetzt werden, orientieren sich an wissenschaftlich überprüften Erkenntnissen der Psychologie. Es werden in der Therapie keine Methoden eingesetzt, deren Zweck und Wirkung nicht erklärbar und/oder nachvollziehbar sind oder die lediglich mit 'Erfahrung' oder mit 'besonderer therapeutischer Befähigung' begründet werden können. Damit soll es für den Klienten möglich sein, zu verstehen, warum diese oder jene Ziele und Mittel in der Therapie angewendet werden.

Menschliche Qualifikation
Vielleicht die wichtigste Voraussetzung von Seiten des Klienten ist es, dass er sich beim Therapeuten wohl fühlt. Er sollte Vertrauen darin haben, dass der Therapeut gut ausgebildet ist und weiss, wie er behutsam, zielgerichtet und professionell mit den Problemen des Klienten umzugehen hat. Natürlich kann es wie in jeder beruflichen Beziehung auch in einer Therapiesituation zu schwierigen Momenten kommen. Dann ist es wichtig, dass der Therapeut mit diesen Situationen umgehen kann und auch dann noch Transparenz und Offenheit möglich sind. Der Therapeut sollte unbedingt auch für Kritik zugänglich sein und gut damit umgehen können.

 

Was ist Verhaltenstherapie?

Die Verhaltenstherapie ist eine weit verbreitete, anerkannte Form der Psychotherapie. Sie geht davon aus, dass Menschen wesentliche Anteile ihres Verhaltens im Laufe des Lebens erlernen. Wir Menschen orientieren uns an Vorbildern in der Kindheit, in der Schule und in der Familie, am Verhalten der Anderen und übernehmen dieses teilweise oder ganz. Gelernt wird nicht nur positives Verhalten, das uns weiter hilft und stärkt, sondern auch Verhalten, das uns im späteren Leben in immer gleicher Form behindern kann.

Solcherart gelerntes, ungünstiges Verhalten kann unter bestimmten Bedingungen wieder 'verlernt' werden. Damit eine Änderung des Verhaltens, Denkens oder Fühlens in Angriff genommen werden kann, muss man die eigenen negativen Verhaltensweisen zuerst ganz genau kennen lernen. Das ungünstige Verhalten wurde und wird ja weitgehend unbemerkt erworben und ist als Teil unseres Alltagslebens so selbstverständlich geworden, dass die Mittel zur Eigenhilfe entsprechend beschränkt sind. Nicht selten berichten Patienten über monate- oder gar jahrelanges Brüten über immer die gleichen Themen, sowie über unzählige, erfolglos ausprobierte Dinge und Rezepte, ohne nachhaltigen Erfolg. Dieser frustrierenden und deprimierenden Erfahrung tritt der Verhaltenstherapeut entgegen, indem er hilft, Distanz zum eigenen Verhalten zu gewinnen, und gemeinsam Veränderungsziele zu erarbeiten, die nicht utopisch sind, sondern den persönlichen Möglichkeiten des Patienten entsprechen.

 

Voraussetzungen für das Gelingen einer Psychotherapie

Mitentscheidend für den Erfolg einer Psychotherapie sind neben der fachlichen und menschlichen Qualifikation des Therapeuten natürlich auch die Eigenschaften, die der Patient mitbringt. So ist beispielsweise eine gute Voraussetzung für das Gelingen die Bereitschaft des Klienten, über sich selber nachzudenken. Ebenfalls ist es hilfreich wenn der Klient dazu bereit ist, auch Veränderungen in seinem Verhalten auszuprobieren und zu versuchen, neue Wege zu gehen. Andererseits sollte aber genau eine Psychotherapie die Möglichkeit bieten, Wege aus Problemen zu suchen, auch wenn der Patient die nötigen Voraussetzungen eventuell nicht oder nicht zum gewünschten Zeitpunkt mitbringen kann.

 

Therapieangebote der Praxis Dr. E. Huser

Beziehungsstörungen

Depression

Angst

Ess-Störungen

Sucht

Somatoforme Störungen/Chronischer Schmerz

Trauma

Weitere Störungen

Gruppentherapien