Psychotherapie, Verhaltenstherapie
Angst
Wie zeigen sich Angststörungen?
Haben Sie einmal eine Panikattacke erlebt und seither dauernde Angst davor, dies wieder zu erleben?
Leiden Sie unter andauernden Ängsten vor Krankheiten?
Haben Sie Angst, vor anderen Menschen nicht bestehen zu können?
Haben Sie Angst, vor Beziehungen?
Leiden Sie unter der Angst, aus dem Haus zu gehen?
Setzen Sie sich im Theater oder im Kino immer auf die äusseren Plätze?
Oder gehen Sie gar nicht mehr hin?
Fahren Sie nicht mehr durch Tunnels?
Haben Sie starke Angst vor Spinnen, Spritzen, Schlangen, Tunnels, engen Räumen etc.?
Haben Sie Angst davor, anderen Menschen gegenüber negativ oder peinlich aufzufallen?
Machen Sie sich sehr häufig und lang andauernd Sorgen?
Angst und Angststörung
Angst ist eigentlich ein sehr hilfreiches Gefühl, ohne das die Menschheit längst ausgestorben wäre. Es warnt uns vor vorhandenen Bedrängnissen, die Leib und Leben gefährden können. Angst ist aber auch ein sehr unangenehmes und belastendes Gefühl, vor allem deswegen, weil Angst sehr starke körperliche Auswirkungen hat. Die körperliche Reaktion auf Angst ist - je nach Einschätzung der Situation und je nach persönlichen Voraussetzungen - Angriff, Flucht oder Immobilität. Je häufiger jemand Angst hat, desto häufiger steht dieser Mensch unter starkem seelischen und körperlichen Stress. Dies ist bei gesunden Menschen zwar kurzfristig nicht gefährlich, bei häufigem Auftreten aber psychisch extrem belastend.
Die Entwicklung von 'normaler' Angst zu einer Angststörung kann schleichend geschehen, ebenso die Entwicklung von einer noch als erträglich erlebten, allgemeinen 'Ängstlichkeit' zu einer Angststörung mit der damit verbundenen, starken Beeinträchtigung der Lebensqualität.
Körperliche Symptome der Angst sind z.B.
Schweissausbrüche
Herzklopfen
Zittern
Muskelschwäche
Konzentrationsprobleme
Schwindel
Kurzatmigkeit
Brustschmerzen
Übelkeit
Das richtige Vorgehen
Es ist wichtig, bei Auftreten solcher Symptome in einem ersten Schritt den Arzt zu konsultieren und erst in einem zweiten Schritt - wenn der Arzt keine medizinische Ursache findet - an eine Angststörung zu denken!
Ein Verdacht auf eine Angststörung liegt vor, wenn jemand über einen längeren Zeitraum (Wochen bis Monate) häufig Angstgefühle empfindet. Objekte der Angst können klar umrissen oder aber auch diffus sein. Als Betroffener oder als Angehöriger sollte man grundsätzlich durch eine Fachperson abklären lassen, ob eine Angststörung vorliegt. Dieser Schritt sollte frühzeitig erfolgen, da die Therapieaussichten desto besser sind, je früher man therapeutische Hilfe sucht. Immer noch kommt heute ein Betroffener durchschnittlich erst nach 7 Jahren Leidenszeit in eine professionelle Therapie, nachdem er sich zuvor im psychologieähnlichen Behandlungsmarkt von einer Vielzahl von Laien-Therapeuten mit den unterschiedlichsten Methoden hat behandeln lassen - mitunter verbunden mit einer fatalen Chronifizierung der Angststörung.
Abklären einer eventuellen Angststörung
Bei Verdacht auf eine der folgenden Angststörungen können Sie sich zwecks Abklärung gerne unverbindlich für ein Erstgespräch melden:
Agoraphobie (Angst vor öffentlichem 'Ausgestellt-Sein', Kaufhäuser, Kinos, öffentliche Verkehrsmittel, usw.)
Panikstörung (Panikattacken)
Soziale Phobie (Angst davor, sich vor anderen zu blamieren, sich blosszustellen, z.B. bei Vorträgen oder im Gespräch mit anderen Menschen am Tisch)
spezifische Phobien (z.B. Angst vor Hunden, Spinnen, Schlangen, vor dem Fliegen, usw.)
Generalisierte Angststörung (fast andauerndes 'Sich-Sorgen-machen', auch über nichtige Dinge, verbunden mit starkem Unbehagen und Angstgefühlen)
Zwangsstörungen (häufiges zwanghaftes Wiederholen von bestimmten Gedanken oder Handlungen, z.B. Kontrolle der Haustüre bei Verlassen des Hauses, Zählzwang, Waschzwang, usw.)
Literaturliste zu den Themen Angststörungen / Zwänge ► hier
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