Psychotherapie, Verhaltenstherapie

Somatoforme Störungen
 
 

Symptome von somatoformen Störungen?

oder

Ein Besuch beim Psychotherapeuten kann zeigen, dass Sie z.B. durch den dauernden Stress von Beunruhigung, Sorgen und intensiver Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper die Symptome oder den Schmerz einer Erkrankung tatsächlich verstärken können. Der Gang zum Psychologen bedeutet nicht, dass man psychisch krank ist, sondern zeigt nur, wie eng doch die Verbindung zwischen dem Körper und der Psyche sein können.

 

Was sind somatoforme Störungen?

Somatoforme Störungen wurden früher als psychosomatische Störungen bezeichnet. Sie werden definiert durch das Vorhandensein von meist mehreren körperlichen Symptomen, für die es keine oder keine ausreichende organische Ursache/Erklärung gibt. Die Diagnostik der somatoformen Störungen ist vielschichtig,  das Leiden der Betroffenen ebenfalls. Nach oftmals jahrelangem Pilgern von Arzt zu Arzt und durch das paramedizinische System ist das Ergebnis nicht selten, dass Ärzte mehr oder weniger deutlich zu verstehen geben, dass sie das Ausmass des Leidens nicht mit einer medizinischen Ursache verbinden können. Der Betroffene sieht sich allein gelassen und in seinen Symptomen nicht mehr ernstgenommen.
 

Was sind keine somatoforme Störungen?

Gut erforschte und dokumentierte Beispiele rein körperlicher Störungen, bei denen die Psyche aber bei der Ausprägung der Symptome stark mitwirken kann, sind etwa:

Dies sind Beispiele von körperlichen Erkrankungen, bei denen die Psyche einen nicht zu unterschätzenden Einfluss haben kann. So z.B. durch Stresserleben des Betroffenen, das nicht direkt als solches wahrgenommen wird und z.B. über Körperverspannungen oder über eine vegetative Dauererregung (hormonell gesteuertes Stresserleben im Körper) ‚abreagiert‘ wird.  

 

Teufelskreis einer somatoformen Störung

Noch immer behandeln die meisten Menschen Körper und Psyche als zwei voneinander unabhängige Ebenen. Menschen, die Mühe haben, ihre psychische Befindlichkeit wahrzunehmen und mit ihr bewusst umzugehen, entwickeln in der Folge häufig körperliche Verspannungen, die ausserordentlich schmerzhaft sein können. Diese Schmerzen beeinträchtigen ihrerseits wiederum das psychische Gleichgewicht empfindlich. Es entsteht ein Teufelskreis, der im Laufe der Jahre in eine schwere somatoforme Störung münden kann:
 

 
Erhöhtes Erregungsniveau (Nervosität, Stress, Ängstlichkeit, Nicht-Wahrnehmen der eigenen Gefühle)

Wahrnehmung von Unwohlsein und Fokussierung der Aufmerksamkeit auf den Körper

Verstärkte Wahrnehmung von Körpervorgängen

Bewertung der im Körper wahrgenommenen Vorgänge als problematisch

Konzentration auf spezifische Beschwerden
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Als Folge davon Entwicklung eines Schon- und Vermeidungsverhaltens

Häufige Arztbesuche

Leiden

Erhöhtes Erregungsniveau (s. oben)
 

 

Wie werden somatoforme Störungen unterteilt?

Der Anteil von Patienten mit somatoformen Störungen schwankt je nach Studie zwischen 10 und 20% in Praxen von Allgemeinärzten, zwischen 17 und 30% in Allgemeinkrankenhäusern und zwischen 40 und 45% in psychosomatischen Fachkliniken.

 

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