Psychotherapie, Verhaltenstherapie
Sucht
Was versteht man unter einer Suchterkrankung?
Viele Menschen greifen in ihrer Verzweiflung oder auch in falsch gelernten 'Verarbeitungs-Mechanismen' zu Substanzen, die ihr Bewusstsein verändern und die damit zu einer kurzfristigen Erleichterung führen, z.B. im Umgang mit negativen Gefühlen. Langfristig ist die Gefahr einer Abhängigkeit damit sehr gross.
Kennzeichen der meisten, 'klassischen' Suchterkrankungen ist, dass sie schleichend kommen und im Regelfall vom Betroffenen wie auch von den Angehörigen lange Zeit nicht bemerkt, oder bagatellisiert werden. Wenn jemand regelmässig über längere Zeit eine bestimmte Quantität einer Substanz einnimmt, so lässt mit der Zeit einerseits die positive Wirkung nach und andererseits werden die Entzugssymptome stärker. Um diesen beiden Effekten entgegenzutreten, muss die betroffene Person entweder die Dosis steigern oder häufiger konsumieren. Damit beginnt ein Teufelskreis, der Abhängigkeit heisst.
Die Zeit, bis sich ein Mensch mit einer Suchterkrankung in professionelle Behandlung begibt, kann sehr lange und sehr belastend für ihn und seine Umwelt sein. Häufig steht vor diesem Schritt lange Jahre der Gedanke im Vordergrund 'Ich schaffe dies schon alleine'. Ein fataler Gedanke, der direkt wieder in die Abhängigkeit führt. Denn Sucht ist ja genau dadurch gekennzeichnet, dass es der Betroffene nicht alleine schafft, ohne die süchtig machende Substanz zu leben. Auch Angehörige können einem Betroffenen oftmals nicht helfen, seine Sucht in Griff zu kriegen.
Menschen mit Suchterkrankungen sind unfrei: Neben den gesundheitlichen Risiken bestehen auch psychisch enorme Einschränkungen, z.B. des Denkens, Fühlens und Handelns. Plötzlich dreht sich alles im Kopf um eine bestimmte Substanz - vom Verstecken, vom Vermeiden, vom Beschaffen bis hin zum Lügen und Betrügen. Menschen ziehen sich nach und nach vom Erkrankten zurück und eine traurige Zeit der sozialen Isolation und des sozialen Abstiegs beginnt.
Häufigste Suchterkrankungen
Die häufigsten Suchterkrankungen in der Schweiz sind Alkohol- und Medikamentenabhängigkeiten. Die Dunkelziffern dabei sind hoch, die Verteilung zwischen Männern und Frauen ungleich. Falls Sie mehr Informationen suchen, wenden Sie sich z.B. an die Schweizerische Fachstelle für Alkoholerkrankungen
Literaturliste zu Suchterkrankungen (Cannabis- und Alkoholerkrankungen)
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Sucht-Info Schweiz (viel Informationsmaterial für Betroffene und Angehörige) ► hier
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